<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Haus der Kommunikation Blog</title>
	<atom:link href="http://www.serviceplan.com/blog_de/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.serviceplan.com/blog_de</link>
	<description>Aktuelle Themen aus der SERVICEPLAN Gruppe</description>
	<lastBuildDate>Tue, 21 Feb 2012 09:39:31 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=</generator>
		<item>
		<title>Die neue europäische Datenschutzverordnung und mögliche Auswirkungen auf unsere Branche</title>
		<link>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/02/datenschutz/</link>
		<comments>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/02/datenschutz/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 21 Feb 2012 08:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julian Simons</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mediascale]]></category>
		<category><![CDATA[Cookies]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
		<category><![CDATA[Gesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Verordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.serviceplan.com/blog_de/?p=1264</guid>
		<description><![CDATA[Selten konnte der DLD aus sich heraus solch eine Aufmerksamkeit generieren, wie durch den zweiten Auftritt der EU-Kommissarin Viviane Reding – nahm sie die Konferenz doch zum Anlass, die tags darauf offiziell vorgestellte neue Datenschutzverordnung vorab zu beschreiben und im besten Licht darzustellen. Für Unternehmen und User birgt diese Verordnung in den unterschiedlichsten Bereichen erhebliche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Selten konnte der <a href="http://www.dld-conference.com/" target="_blank" style="text-decoration:underline">DLD</a> aus sich heraus solch eine Aufmerksamkeit generieren, wie durch den zweiten Auftritt der EU-Kommissarin <a href="http://www.dld-conference.com/speakers/social-politics/viviane-reding_aid_35.html" target="_blank" style="text-decoration:underline">Viviane Reding</a> – nahm sie die Konferenz doch zum Anlass, die tags darauf offiziell vorgestellte neue Datenschutzverordnung vorab zu beschreiben und im besten Licht darzustellen. Für Unternehmen und User birgt diese Verordnung in den unterschiedlichsten Bereichen erhebliche Veränderungen. Ich möchte drei aus werbungtreibender und agenturseitiger Sicht sehr relevante Faktoren darstellen:</p>
<ol>
<li><strong>Eine einheitliche Datenschutzverordnung für die gesamte EU (Level Playing Field)</strong><br />
Ein aus unserer Sicht wichtiger und richtiger Schritt ist die grundsätzliche europäische Vereinheitlichung von nationalen Datenschutzbestimmungen unter dem Dach einer europäischen Verordnung. Dies führt dazu, dass wir beispielsweise bei international ausgelegten Kampagnen eine einheitliche Datenschutzregelung haben und nicht mehr in jedem Land eine Anpassung an entsprechendes Datenschutzrecht vornehmen müssen.<br />
Darüber hinaus werden alle Unternehmen – auch die, die ihren Hauptsitz nicht in der EU haben – verpflichtet, sich der europäischen Verordnung zu unterwerfen und einen europäischen Datenschutzverantwortlichen zu benennen, was dazu führt, dass bei Verstößen die jeweilige europäische Behörde alleiniger Ansprechpartner ist und nicht mehr die Behörde des Landes, in dem das Unternehmen seinen Hauptsitz hat. Bedeutet, dass sie sich als User mit ihrer Beschwerde nicht mehr an ein US Gericht wenden müssen, wenn Sie ein US Unternehmen belangen wollen, sondern sich hierfür an ein europäisches Gericht wenden können – eine positive und wünschenswerte Regelung!</li>
<li><strong>Das Recht auf Vergessen (Artikel 17)</strong><br />
Bedeutet, Sie als User dürfen vom &#8220;Verarbeitenden&#8221; verlangen, dass er die von Ihnen erhobenen personenbezogenen Daten löscht, bzw. dass die Daten gelöscht werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden. In der Realität ist dies faktisch unmöglich, denn die Verbreitungsmöglichkeiten von Informationen im Netz sind so vielfältig und unkontrollierbar, dass es für einen Anbieter, der eine personenbezogene Information ins Netz gestellt hat (mit Zustimmung des Users) im Nachhinein faktisch unmöglich ist, diese Information überall zu löschen.<br />
Ein Beispiel: Sie stellen in Ihrem Xing Profil denen mit Ihnen verbundenen Personen und Gruppen eine neue Information über sich zur Verfügung, bspw. eine neue Jobposition. Sie sind mit 150 Personen verbunden, die diese Information bspw. in einem Artikel oder einer Bekanntmachung nutzen. Sollten Sie aus irgendeinem Grund diese Information nicht mehr öffentlich sehen wollen, könnten Sie nach der neuen Verordnung XING nicht nur verpflichten, diese Information in XING zu löschen, sondern darüber hinaus auch, dass XING Sorge dafür trägt, dass nirgendwo mehr im Netz diese Information verfügbar ist… Merken Sie was? Das ist – so wie die Verordnung heute aufgesetzt ist – operativ unmöglich und der Beigeschmack einer politisch motivierten Verordnung, die ein in der Öffentlichkeit gut platzierbares, technisch aber nicht realisierbares Konstrukt erschafft, bleibt. Denn gerade im Internet ist das Recht auf Vergessen eine Illusion, der wir uns nicht hingeben sollten, nur um einer Verordnung größere Tragweite zu geben.</li>
<li><strong>Definition des Personenbezugs und Form der Einwilligung (Artikel 3 und 4)</strong><br />
Der für uns als werbetreibendes Unternehmen zentrale Kritikpunkt der neuen Verordnung verbirgt sich in Artikel 3 und 4:<br />
Die gesamte Verordnung bezieht sich auf <strong>personenbezogene Daten</strong>, also alle Informationen, die sich auf eine<strong> betroffene Person </strong>beziehen. Im Originaltext ist eine <em>&#8220;betroffene Person eine bestimmte natürliche Person oder eine natürliche Person, die direkt oder indirekt mit Mitteln bestimmt werden kann, die der für die Verarbeitung Verantwortliche oder jede sonstige natürliche oder juristische Person nach allgemeinem Ermessen aller Voraussicht nach einsetzen würde, etwa mittels Zuordnung zu einer Kennnummer, zu Standortdaten, zu einer Online-Kennung oder zu einem oder mehreren besonderen Merkmalen, die Ausdruck ihrer physischen, physiologischen, genetischen, psychischen, wirtschaftlichen, kulturellen oder sozialen Identität sind.&#8221;<br />
</em>Diese &#8220;Betroffenheit&#8221; ist laut der Verordnung <strong>faktisch durch jeden Nutzungsvorgang gegeben</strong>, den ein User im Netz durchführt. In gleichem Zusammenhang steht der sog. Erwägungsgrund 24 der Verordnung, der sich genauer mit Online-Kennungen im Rahmen eines solchen Nutzungsvorgangs auseinandersetzt und klarstellt, dass solche Kennungen auch <strong>Cookies</strong> sein können: &#8220;<em>Dies kann Spuren hinterlassen, die zusammen mit eindeutigen Kennungen und anderen beim Server eingehenden Informationen dazu benutzt werden können, um Profile der betroffenen Personen zu erstellen und sie zu identifizieren. Hieraus folgt, dass Kennnummern, Standortdaten, Online-Kennungen oder sonstige Elemente als solche nicht zwangsläufig und unter allen Umständen als personenbezogene Daten zu betrachten sind.&#8221;<br />
</em>Merken Sie, wie wenig klar und wie wenig eindeutig und abstrakt diese beiden Textpassagen<strong> </strong>sind? <strong>Zusammengefasst heisst es nur, dass im Moment nicht klar ist, ob es sich bei einem Cookie, wie wir es heute für Kampagnentracking, Targeting oder auch Sitetracking nutzen, bereits um personenbezogene Daten handelt.</strong></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Mögliche Auswirkungen auf den Online-Werbemarkt?</strong></h2>
<p>Aber <em>wenn</em> dem so ist, wären wir in Zukunft verpflichtet, eine lt. Artikel 3 <strong>explizite Einwilligung des Nutzers einzuholen</strong>, bevor wir einem User irgendeine Form von Cookie setzen, was einem sog. &#8220;Opt-In&#8221; entsprechen und einen massiven Einfluss auf die gesamt Onlinewerbewirtschaft haben würde. Was dies für einen User beim Surfen auf einer Website bedeuten würde, macht die Internetseite <a style="text-decoration: underline;" href="http://cookiedemosite.eu/index.html" target="_blank">cookiedemosite.eu</a> deutlich. Wir wären verpflichtet, für jedes Kampagnentracking, also jede Überprüfung, ob eine Werbekampagne überhaupt gelaufen ist, den User um Erlaubnis zu fragen – stellen Sie sich vor, wie viele Cookies Sie als User akzeptieren müssten, bis bspw. spiegel.de einmal geladen wäre.<br />
Ein Publisher würde Sie fragen müssen, ob Sie möchten, dass er Ihnen bestimmte Websitebausteine zeigen darf, jegliche Form des Adservings und der Aussteuerung von Kampagnen ist heute durch Cookies geregelt! <strong>Ein <em>explizites</em> Opt-In, also eine <em>aktive Zustimmung</em> durch den Nutzer für jedes gesetzte Cookie würde die nationale und europäische Werbewirtschaft im Netz quasi zum Erliegen bringen.</strong> Ein Nutzererlebnis, wie oben dargestellt, wird weder der Nutzer noch ein werbungtreibendes Unternehmen akzeptieren. Die auf der Hand liegenden Vorteile einer profilbasierten Kommunikation wie vermarkterübergreifende Kontaktdosensteuerung auf bestimmte Zielgruppen und Motive ohne Eingriff auf die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen würden deutlich beschnitten werden.<span id="more-1264"></span></p>
<p>Da die Verordnung in der jetzigen ersten Fassung jedoch genauso den Umkehrschluss zulässt, dass Cookies noch keine personenbezogene Daten sein müssen und damit dieser Verordnung nicht unterstehen, besteht hier erheblicher Klärungsbedarf. Sowohl alle Verbände wie der BVDW oder der Bitkom weisen mit aller Nachdrücklichkeit darauf hin, dass eine entsprechende Klärung im Sinne eines Nicht-Vorliegens eines Personenbezugs bei Cookies erfolgen muss. Nehmen wir an – und wir wollen es nicht hoffen – dass die Verordnung in der jetzigen Form umgesetzt würde und wir in Zukunft Cookies als personenbezogene Daten definieren müssten, so würde die Realität verdreht, denn</p>
<ol>
<li><strong>Cookies führen zu Transparenz&#8230;</strong><br />
Auch wenn ein Cookie für Technologien eingesetzt wird, die es bspw. ermöglichen, dass Userströme messbar werden und auf einem Rechner spezielle u.U. für den User interessantere Werbung als auf einem anderen zeigen, den User also transparenter machen, so hat das <strong>Cookie</strong> an sich doch <strong>zwei entscheidende Vorteile für den User</strong>:<br />
a) es ist kontrollierbar und<br />
b) es ist löschbar.<br />
Das ist nicht zu unterschätzen, denn sollten wir Cookies aufgrund der Verordnung nicht mehr in dieser Form nutzen dürfen, so werden bestehende Trackingtechniken auf Cookiebasis von Technologieanbietern durch <em>andere</em> und für den User wahrscheinlich <em>schwerer zu kontrollierende</em> ersetzt werden. Es wird nicht mehr ausreichen bzw. überhaupt möglich sein, durch Löschung seiner Cookies im Browser oder durch Opt-Out auf einer zentralen Site die eigene Historie zu löschen oder zu kontrollieren, wer denn meine Informationen nutzt. Wollen wir das? Diese Transparenz ist sinnvoll und für den User gut nutzbar, ein wichtiges Argument, um in der Verordnung klarer zu differenzieren, als heute vorgesehen.</li>
<li><strong>&#8230;und Zustimmung/Opt In nicht automatisch!</strong><br />
Wir dürfen nicht vergessen, dass der Zwang zur Zustimmung nicht automatisch dazu führt, dass ein User wirklich weiß, was oder wem er da gerade zustimmt.<br />
Aktuellstes Beispiel: Google. Im Moment fordert Google Sie bei Nutzung eines seiner Dienste auf, einer neuen für alle Dienste von Google geltenden Datenschutzbestimmung zuzustimmen. Will heissen, Sie haben bspw. ein Google Mail Konto und müssen nun, um dieses Konto weiter nutzen zu können, ein Opt-In für alle von Google angebotenen Dienste abgeben, also zum Beispiel GDN (Google Display Netzwerk), Google+ etc. Damit öffnen Sie Ihr Persönlichkeitsfenster wesentlich weiter, als ein normales Cookie es jemals öffnen könnte. Und dies nicht nur bei Ihrem E-Mail-Konto, sondern genauso für Werbung, Social Media, Shopping und, und, und…<br />
In letzter Konsequenz führt diese Entwicklung dazu, dass überall dort, wo wir eher bereit sind, ein Opt-In zu geben, dies Opt-In dazu benutzt wird, immer weitere Dienste mit zu integrieren, bei denen wir heute nicht begeistert wären, wenn dieser Diensteanbieter mehr von uns kennen würde, als nur einen Cookieinhalt. <strong>Damit würde die Verordnung genau das Gegenteil dessen erreichen, was sie bezweckt – die Persönlichkeitsrechte des Users zu stärken.</strong></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Wie geht es nun weiter?</strong></h2>
<p>Der Verordnungsvorschlag in der jetzigen Form ist weder durch das EU Parlament noch durch nationale Gesetzgebung ratifiziert und wird im nächsten Schritt an den Rat und das Europaparlament zur weiteren Beratung übersandt. Dieser Beratungsprozess wird sich im Rahmen von maximal drei Lesungen im Rat und Parlament über zwei Jahre hinziehen, in denen evtl. Änderungen in die Verordnung eingearbeitet werden. <strong>Sollte nach der zweiten oder dritten Lesung ein Rechtsakt erlassen werden – d.h. das Gesetz passiert den Rat und das Parlament –, gehen wir heute davon aus, dass eine Umsetzung der Verordnung in den Unternehmen bis 2016 erfolgen muss</strong>. Sollte im Rahmen der drei Lesungen keine Einigung erzielt werden, ist der Rechtsakt gescheitert und die bestehende Verordnung bleibt in Kraft.</p>
<p>Zeitgleich setzen wir uns als Agentur für einen gegenüber dem User transparenten Umgang mit den über ihn erhobenen Daten ein. <strong>Wir unterstützen aktiv die Etablierung des sog. DDOW, des &#8220;Deutschen Datenschutzrats Online-Werbung&#8221;, der die Aussteuerung von verhaltensbasierten Kampagnen ab Mitte 2012 kontrolliert </strong>und eine zentrale Anlaufstelle für Nutzerbeschwerden, die durch entsprechende Kampagnen auftreten, darstellt. Darüber hinaus unterwerfen wir uns dem Selbstregulierungskodex für verhaltensbasierte Kampagnen, der ebenfalls ab Mitte 2012 eine einheitliche Information und Wahlmöglichkeit auf sog. OBA-Werbemitteln (Online-Behavioral-Advertising) festlegt. Damit hat der User die Möglichkeit, sich zum einen über die durch die Kampagne erfassten Daten zu informieren und zum anderen seine Cookies über die zentrale Präferenzmanagement-Site <a style="text-decoration: underline;" href="http://www.meine-cookies.org/" target="_blank">www.meine-cookies.org</a> zu löschen, sofern er dies möchte.</p>
<p>Ziel all dieser Maßnahmen ist es, zum einen ein für den User relevantes Angebot über Onlinewerbung bereitzustellen und ihm zum anderen jede Möglichkeit zu geben, die über ihn erhobenen Daten einzusehen und auf Wunsch zu löschen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/02/datenschutz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Und dann gingen die Lichter aus</title>
		<link>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/02/und-dann-gingen-die-lichter-aus/</link>
		<comments>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/02/und-dann-gingen-die-lichter-aus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 09:12:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jörn Becker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Serviceplan]]></category>
		<category><![CDATA[Discounter]]></category>
		<category><![CDATA[Einzelfall]]></category>
		<category><![CDATA[Schlecker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.serviceplan.com/blog_de/?p=1256</guid>
		<description><![CDATA[Nun hat es den ersten erwischt: Schlecker. Billig um jeden Preis scheint keinen so großen Absatzmarkt mehr zu haben. Die Berichterstattung der Medien und die Reaktion der Wettbewerber zeigen, dass alle sehr wohl erkannt haben, dass Schlecker letztlich an seiner unterirdischen Reputation gescheitert ist. Dass Reputation von Unternehmen mehr und mehr in das Bewertungsraster von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun hat es den ersten erwischt: Schlecker. Billig um jeden Preis scheint keinen so großen Absatzmarkt mehr zu haben. Die Berichterstattung der Medien und die Reaktion der Wettbewerber zeigen, dass alle sehr wohl erkannt haben, dass Schlecker letztlich an seiner unterirdischen Reputation gescheitert ist. Dass Reputation von Unternehmen mehr und mehr in das Bewertungsraster von Kunden Einzug hält und die Kaufentscheidung beeinflusst ist hier der Beweis. Auch andere Discounter erfahren dies schmerzlich und drehen kräftig an der Image-Schraube.<br />
Längst ist der mündige Verbraucher nicht mehr eine Erfindung hipper Werbestrategen, sondern Realität. Es besteht schon fast so etwas wie eine Lust, sich in Foren zu organisieren, NGOs zu informieren oder eigene Blogs zu initiieren. www.wir-sind-einzelfall.de ist ein prägnantes Beispiel. Ein Kunde des Mobilfunkanbieters O2 hatte sich bei der Firma über Empfangsprobleme beschwert. Er bekam bei einer Reihe von verschiedenen Kontakten immer dieselbe Antwort: Er wäre ein Einzelfall. Wütend darüber launchte er die Seite www.wir-sind-einzelfall.de. Und siehe da, es fanden sich bis heute 8.000 Leidensgenossen desselben Anbieters, aber auch Menschen, die dieselbe Erfahrung mit anderen Unternehmen hatten. Und wie ging es weiter? O2 lenkte ein und informiert seitdem ausführlich über den geplanten Netzausbau.<br />
Es kommt letztendlich darauf an, wie man damit umgeht. Eine Studie der Serviceplan Gruppe zeigt, dass Unternehmen, die nachhaltig agieren, besonders das Vertrauen der Kunden genießen. Aber fast noch wichtiger ist transparente, authentische Kommunikation. Tue Gutes und rede darüber aber vertusche auch nicht was du nicht gut machst sondern gehe damit souverän um.<br />
Und jetzt Schlecker. Dass die Drogeriekette mit Mitarbeitern nicht zimperlich umging, war schon lange bekannt. Möglichst viel an allen Stellen sparen um Kostenführerschaft zu erlangen und damit der Billigste zu sein. Auch beim Sortiment. Zuletzt waren Sortimentslücken keine Seltenheit. Billig wurde nicht nur proklamiert, sondern sogar im Laden erlebt und eher als schäbig empfunden. Der Kunde merkte aber schnell, dass nicht alles billiger war. Damit war das Alleinstellungsmerkmal entzaubert. Und dann der ignorante Umgang mit seiner Zielgruppe. „Bei unseren Kunden handelt es sich um eine wenig gebildete Zielgruppe“ hieß es sinngemäß in einer Erklärung zum letzten Claim „for You vor Ort“.<br />
Aber was lehrt uns das? Der Kunde ist nach wie vor König. Und derjenige hat den Markt- und Wettbewerbsvorteil, der Kundenbedürfnisse kennt und erfüllt. Wer den Kunden nicht ernst nimmt und Bedürfnisse ignoriert, verliert. Und billig um jeden Preis ist nicht mehr en Vogue.<br />
Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen mehr und mehr an Bedeutung und müssen fester Bestandteil der Unternehmensstrategie sein. Das heißt nicht, dass jetzt jeder nur Bio anbieten muss, aber es müssen Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt und glaubwürdig vertreten werden. Und auch mit Missständen muss souverän und aufklärend umgegangen werden. Und Schlecker? Je nach Verlauf des Insolvenzverfahrens kann man nur auf eine Wende in der Unternehmenspolitik und -kommunikation hoffen. Die Chance besteht auf jeden Fall.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/02/und-dann-gingen-die-lichter-aus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Infografik: Der (Online-)Werbemarkt 2011</title>
		<link>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/01/infografik-online-werbemarkt-2011/</link>
		<comments>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/01/infografik-online-werbemarkt-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 11:05:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nikolaus Schmitt-Walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plan.Net]]></category>
		<category><![CDATA[Bewegtbild]]></category>
		<category><![CDATA[Display]]></category>
		<category><![CDATA[Infografik]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Online Video]]></category>
		<category><![CDATA[Werbemarkt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.serviceplan.com/blog_de/?p=1223</guid>
		<description><![CDATA[Infografik zur Entwicklung des Brutto-Werbemarktes 2011 in Deutschland. Online-Werbung wächst weiter, besonders Bewgtbildwerbung kann zulegen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Markt für Online-Werbung in Deutschland wächst immer weiter &#8211; jedenfalls wenn man die Brutto-Werbeumsätze laut <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://nielsen.com/de/de/datenerfassung/erfassung-von-werbestatistischen-daten.html" target="_blank">Nielsen Media Research</a></span> für das vergangene Jahr betrachtet. Demnach wurde mehr als jeder 10. Werbe-Euro in Deutschland in Online-Display-Werbung investiert. Ausgaben für Affiliate- und Such-Anzeigen sind da noch <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://ovk2.bvdw.org/online-werbung/daten-fakten/werbeinvestitionen-nach-segmenten.html" target="_blank">nicht berücksichtigt</a></span>.</p>
<p>Und auch wenn der Löwenanteil noch immer auf die Standard-Formate &#8211; also Banner, SkyScraper und Co. &#8211; entfällt, so wird doch gerade die Werbung in großen Formaten und die In-Stream-Werbung (z.B. PreRolls vor Online-Videos) immer wichtiger.<br />
Kein Wunder: Denn immer mehr Unternehmen nutzen das Internet als Plattform, um ihre Marke zu stärken und &#8220;klassisches&#8221; Branding zu betreiben. <span id="more-1223"></span>Um eine emotionale Wirkung beim User zu entfalten, braucht Werbung Platz und Zeit, die die großen (Bewegtbild)formate ihnen bieten &#8211; und das zu immer reelleren Kosten, wie die Preisentwicklung der Video-Ads in den letzten Jahren zeigt.<br />
Ein Ende des Budget-Shifts in die digitale Medien ist also noch lange nicht abzusehen.</p>
<p>Wir haben die wichtigsten Zahlen zum deutschen Werbemarkt 2011 in einer Infografik für Sie zusammengestellt.</p>
<div id="attachment_1240" class="wp-caption aligncenter" style="width: 727px"><a href="http://www.serviceplan.com/blog_de/wp-content/uploads/2012/01/infografik_werbemarkt11_grau.png"><img class="size-full wp-image-1240" title="Vorschau Infografik Werbemarkt 2011" src="http://www.serviceplan.com/blog_de/wp-content/uploads/2012/01/infografik_werbemarkt11_grau_teaser1.png" alt="Vorschau Plan.Net Media Infografik online Werbemarkt 2011" width="717" height="446" /></a><p class="wp-caption-text">Für komplette Ansicht bitte klicken!</p></div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/01/infografik-online-werbemarkt-2011/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kreativität, innovative Technologie und Media /  Das neue Triumvirat der Werbung.</title>
		<link>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/01/kreativitat-innovative-technologie-und-media-%e2%80%93-das-neue-triumvirat-der-werbung/</link>
		<comments>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/01/kreativitat-innovative-technologie-und-media-%e2%80%93-das-neue-triumvirat-der-werbung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 10:21:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Schill</dc:creator>
				<category><![CDATA[Serviceplan]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Lego]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.serviceplan.com/blog_de/?p=1213</guid>
		<description><![CDATA[Was ist Kreativität wert, wenn sie nicht gesehen wird? Was ist die neueste Technik wert, wenn sie niemand bedienen kann? Was ist der beste Mediaplatz wert, wenn sich die Leute langweilen, wenn sie hingucken? Vor 10 Jahren war das alles noch recht einfach für die Kreativen in Werbeagenturen. Im Prinzip hat es gereicht, eine irgendwie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was ist Kreativität wert, wenn sie nicht gesehen wird? Was ist die neueste Technik wert, wenn sie niemand bedienen kann? Was ist der beste Mediaplatz wert, wenn sich die Leute langweilen, wenn sie hingucken?</p>
<p>Vor 10 Jahren war das alles noch recht einfach für die Kreativen in Werbeagenturen. Im Prinzip hat es gereicht, eine irgendwie kreativ geartete Idee an den Start zu kriegen. Dann lief das. Weil die Menschen ja nicht weglaufen konnten. Das Angebot an Medien war nicht sonderlich groß. Das Bedürfnis, selber zu entscheiden, was man sehen will, noch nicht geboren. Man hat die Werbung konsumiert, die geboten wurde. Heute ist das anders. Menschen wollen unterhalten werden. Und das nicht nur über die Idee, sondern auch über die Art und Weise wie und wo sie präsentiert wird. Eine Botschaft, die mich an einem überraschenden Ort trifft, kann deutlich mehr bewegen, als einer von 50 Werbefilmen, die ich im Laufe eines Fernsehabends konsumiere. Ein Online Game, das perfekt die Philosophie einer Marke transportiert, wird sich im Netz vermutlich schneller verbreiten als es eine Printanzeige über Smalltalk jemals könnte. Das Spiel „Builders of Infinity“ für LEGO hat weltweit schnell tausende von Fans begeistert, die selber die einzelnen Level des Spiels auf einem Webspecial bauen konnten. Gespielt wurde das Ganze dann nach einem Upload in einem Standardbanner als das längste Jump n’ Run Game ever. Die perfekte Kombination aus Kreativität, Technologie und Media.<br />
„Build and play“ auf:<a title="buildersofinfinity" href="http://www.buildersofinfinity.com" target="_blank"> www.buildersofinfinity.com</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/LsGA0ZKL9pM" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.serviceplan.com/blog_de/2012/01/kreativitat-innovative-technologie-und-media-%e2%80%93-das-neue-triumvirat-der-werbung/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Datenschutz ist nicht tot. Er riecht nur komisch.</title>
		<link>http://www.serviceplan.com/blog_de/2011/12/datenschutz-ist-nicht-tot-er-riecht-nur-komisch/</link>
		<comments>http://www.serviceplan.com/blog_de/2011/12/datenschutz-ist-nicht-tot-er-riecht-nur-komisch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 10:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Joachim Schöpfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Serviceplan]]></category>
		<category><![CDATA[chaos computer club]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
		<category><![CDATA[RFT]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.serviceplan.com/blog_de/?p=1204</guid>
		<description><![CDATA[Nach dem Skandal ist vor dem Skandal:  Joachim Schöpfer über das ewige Scheitern im Umgang mit dem Datenschutz Wie lange ist es her, dass der Staatstrojaner das Top-Thema in den Medien war? Sechs Wochen? Oder schon acht? Sie wissen schon, das war die Geschichte mit den Münchner Staatsschützern, die nach bayrischer Art ohne Grundgesetz unter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nach dem Skandal ist vor dem Skandal:  Joachim Schöpfer über das ewige Scheitern im Umgang mit dem Datenschutz</strong></p>
<p>Wie lange ist es her, dass der Staatstrojaner das Top-Thema in den Medien war? Sechs Wochen? Oder schon acht? Sie wissen schon, das war die Geschichte mit den Münchner Staatsschützern, die nach bayrischer Art ohne Grundgesetz unter dem Arm spionierten. Und zwar mit verwanzten Computern, sprich mit Trojanern. Dass den Staatsschützern danach vor Schreck der Laptop in die Lederhose rutschte, ist dem Chaos Computer Club gedankt und dem Medienhype, der darauf folgte.</p>
<p>Der eine Datenskandal ist jetzt medial abgehakt, aber der nächste kommt bestimmt. Auch dann wird die Entrüstung wieder groß sein, bis sie allmählich wieder nachlässt. So war das beim Telekom-Daten-Skandal, beim Bahn-Daten-Skandal, bei Lidl und so weiter.</p>
<p>Im Moment ist das Thema gerade out. Der richtige Zeitpunkt, um mal etwas Grundsätzliches zu sagen: Die ganze Datenschutzdiskussion ist out. Auf sie trifft das zu, was Frank Zappa einmal so treffend über Jazz gesagt hatte: „It´s not dead, it just smells funny.“</p>
<p>Was lebt, ist das Ritual. Ein Skandal wird entdeckt, die Medien berichten, der Datenschutzbeauftrage fordert härtere Gesetze, alle geloben mehr Datenschutz.</p>
<p>Was dieses Ritual so ermüdend macht ist nicht die Tatsache, dass Skandale aufgedeckt werden. Wer gegen Gesetze verstößt, gehört an den Pranger und vor Gericht. Das Ermüdende ist die Forderung nach schärferen Gesetzen und mehr Datenschutz.</p>
<p>Wir leben in einer Welt, in der jeder Netzbewohner Daten über Daten hinterlässt, meistens sogar freiwillig. Dass Daten in falsche Hände geraten können, gehört zum digitalen Lebensrisiko wie der Autodieb zum Auto. Deshalb sollten Datenschützer ein ähnliches Verhältnis zum Datenmissbrauch haben, wie Polizisten zu Autodieben. Haben sie aber nicht. Datenschützer sind eine Mischung aus selbsternannten Volkserziehern und Jammerlappen. Unsere Datenschützer möchten auf Biegen und Brechen die schützen, die offensichtlich zu dumm sind, den Ernst der Lage zu begreifen. Am besten, indem man das Übel an der Wurzel packt und an jede Innovation schon mal ein Verboten-Schild klebt.</p>
<p>Beispiel gefällig? Nehmen wir die RFT-Technik. Das sind winzige Chips, die, an Produkten angebracht, alles über das Produkt wissen und per Funk auslesbar sind. Potentieller Vorteil: Es wäre z. B. möglich, Abfall viel sortenreiner zu sortieren. Potentieller Nachteil: Man kann herausfinden, wer das Produkt gekauft hat und möglicherweise wird dann vom Hacker in Facebook gepostet, dass Frau Müller sich einen Vibrator zugelegt hat. Die Reaktion der Datenschützer: Missbrauch lässt sich nicht ausschließen, also verbieten.</p>
<p>Mit der gleichen Argumentation hätte man auch soziale Netzwerke und Handys verbieten können. Mubarak, Ben-Ali und Gaddafi hätte das gefreut, denn dann wären sie heute noch an der Macht.</p>
<p>Und genau darin liegt die Crux des Datenschutzes heute: Missbrauchsbekämpfung wird als präventive Aufgabe gesehen. Man vermutet das Schlimmste und nimmt das als Legitimation, um vorauseilend und brachial durchzugreifen. Dass darin auch eine Einschränkung in der Freiheit besteht, ist den Datenschützern nicht bewusst.</p>
<p>Bürgernaher Datenschutz sollte sich darauf konzentrieren, konkreten Missbrauch zu stoppen. Spielverderber haben wir schon genug.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.serviceplan.com/blog_de/2011/12/datenschutz-ist-nicht-tot-er-riecht-nur-komisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

